2024 – 2027
Zuschlag Planerwahlverfahren
Instandstellung Gebäudehülle Werkbundsiedlung Neubühl
Zürich-Wollishofen
Genossenschaft Neubühl
I. Manaila, B. Burren, D. Schulz
Mitarbeit C. Berberat, S. Hegnauer, L. Wagner

 

Die Werkbundsiedlung wurde 1930 bis 1932 erstellt und gilt, dank ihrer bis heute zum grossen Teil erhaltenen originalen Bausubstanz, als Zeitzeuge des Neuen Bauens. Initiiert wurde sie von einem Kollektiv um die Architekten Paul Artaria, Max Ernst Haefeli, Carl Hubacher, Werner Max Moser, Emil Roth, Hans Schmidt, Rudolf Steiger und Friederich T. Gubler. Mit neuzeitlichen Konstruktionsmethoden wurden die ‘reine Form’ und der Begriff der Funktionalität umgesetzt – die Bauten und Elemente sind als scharfgeschnittene Prismen, ohne auskragende Dachabschlüsse und Fensterstürze, konzipiert. Die Siedlung wurde 1985/86 von Ueli Marbach und Arthur Rüegg sorgsam saniert und 2010 unter kantonalem Denkmalschutz gestellt.

 

Die Massnahmen zur Instandstellung der Gebäudehülle streben eine energetische Optimierung unter Wahrung des ursprünglichen Erscheinungsbildes und Berücksichtigung der grauen Energie an. Die bauzeitlichen Elemente besitzen durch ihre formale Reduktion und Kompaktheit eine spezifische, funktionale Qualität. Für die Instandstellung werden Optionen mit verschiedenen Eingriffstiefen aufgezeigt, die dem Grundsatz ‘so wenig wie möglich, so viel wie nötig’ folgen. Während beispielsweise bei den Fenstern und Haustüren die Rahmen instandgesetzt, neu gestrichen und die Dichtungen erneuert werden, werden die Gläser, unter Beibehaltung des bauzeitlichen Drahtglases der Haustüren, mit einer Vakuumverglasung ersetzt. Für die nachträglich eingebauten, aufgesetzt wirkenden Rollladenkästen werden Stoffmarkisen vorgesehen, die dank ihrer sich innerhalb der Brüstungen befindenden Abmessungen den bauzeitlichen, prismatischen Ausdruck der Öffnungen stärken. Die neuen, additiven Elemente erfüllen die geforderte Funktionalität und tragen zum Bild einer ‘einheitlichen grossen Siedlung’ bei.

 
WERKBUNDSIEDLUNG NEUBÜHL ZÜRICH
Fassade_Layout-2-Layoutname_geschn.png

2024 – 2027
Zuschlag Planerwahlverfahren
Instandstellung Gebäudehülle Werkbundsiedlung Neubühl
Zürich-Wollishofen
Genossenschaft Neubühl
I. Manaila, B. Burren, D. Schulz
Mitarbeit C. Berberat, S. Hegnauer, L. Wagner

 

Die Werkbundsiedlung wurde 1930 bis 1932 erstellt und gilt, dank ihrer bis heute zum grossen Teil erhaltenen originalen Bausubstanz, als Zeitzeuge des Neuen Bauens. Initiiert wurde sie von einem Kollektiv um die Architekten Paul Artaria, Max Ernst Haefeli, Carl Hubacher, Werner Max Moser, Emil Roth, Hans Schmidt, Rudolf Steiger und Friederich T. Gubler. Mit neuzeitlichen Konstruktionsmethoden wurden die ‘reine Form’ und der Begriff der Funktionalität umgesetzt – die Bauten und Elemente sind als scharfgeschnittene Prismen, ohne auskragende Dachabschlüsse und Fensterstürze, konzipiert. Die Siedlung wurde 1985/86 von Ueli Marbach und Arthur Rüegg sorgsam saniert und 2010 unter kantonalem Denkmalschutz gestellt.

 

Die Massnahmen zur Instandstellung der Gebäudehülle streben eine energetische Optimierung unter Wahrung des ursprünglichen Erscheinungsbildes und Berücksichtigung der grauen Energie an. Die bauzeitlichen Elemente besitzen durch ihre formale Reduktion und Kompaktheit eine spezifische, funktionale Qualität. Für die Instandstellung werden Optionen mit verschiedenen Eingriffstiefen aufgezeigt, die dem Grundsatz ‘so wenig wie möglich, so viel wie nötig’ folgen. Während beispielsweise bei den Fenstern und Haustüren die Rahmen instandgesetzt, neu gestrichen und die Dichtungen erneuert werden, werden die Gläser, unter Beibehaltung des bauzeitlichen Drahtglases der Haustüren, mit einer Vakuumverglasung ersetzt. Für die nachträglich eingebauten, aufgesetzt wirkenden Rollladenkästen werden Stoffmarkisen vorgesehen, die dank ihrer sich innerhalb der Brüstungen befindenden Abmessungen den bauzeitlichen, prismatischen Ausdruck der Öffnungen stärken. Die neuen, additiven Elemente erfüllen die geforderte Funktionalität und tragen zum Bild einer ‘einheitlichen grossen Siedlung’ bei.

 
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